Mittwoch, Dezember 1, 2021
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Muskelaufbau mit EMS (Elektromuskelstimulation)?

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Oft wird die Elektromuskelstimulation (EMS) als die optimale Methode angepriesen, um schnell und darüber hinaus auch noch effektiv Muskeln aufzubauen. Ob das wirklich der Fall ist und was man sonst noch beachten sollte, um Muskeln aufzubauen, nehmen wir im Folgenden etwas genauer unter die Lupe.

EMS in der Reha

EMS kommt nicht selten in Rehakliniken zum Einsatz, was nicht sonderlich verwunderlich ist, da das Trainingsprinzip ursprünglich aus der Physiotherapie kommt. Insbesondere nach Verletzungen, wenn schnell und gezielt Muskeln aufgebaut werden müssen, ist Elektromuskelstimulation äußerst wirksam, was auch von Medizinern bestätigt wird.

EMS beim Sport?

Um beurteilen zu können, wie wirksam Elektromuskelstimulation im sportlichen Bereich ist, muss man sich erstmal anschauen, wie das EMS-Training eigentlich funktioniert. Grundsätzlich ist es so, dass bei körperlicher Anstrengung immer elektrische Impulse von den Nerven an die Muskeln gesendet werden. Beim EMS-Training ist das ähnlich. Allerdings werden diese elektrischen Impulse dabei logischerweise nicht vom Gehirn, sondern von einer externen Quelle, die niedrigen Reizstrom erzeugt, gesendet. Dieser Strom wird von Elektroden gesendet, die in Funktionskleidung eingearbeitet sind. Durch den Strom kontrahiert der Muskel, was eine Anstrengung des Muskels simuliert. Wenn man das nun regelmäßig macht, wächst der Muskel und wird stärker.

Extrem wichtig für Muskelaufbau: Die Ernährung

Neben einem regelmäßigen und effektiven Training ist auch die Ernährung enorm wichtig, um Muskeln aufbauen zu können. So sollte man zum Beispiel darauf achten, sich in einem Kalorienüberschuss zu befinden, damit der Körper genügend Energie hat. Dieser sollte allerdings nicht zu hoch ausfallen, um unnötigen Aufbau von Fett zu vermeiden. Auch die Proteinzufuhr ist extrem wichtig, da Proteine die Bausteine für die Muskeln sind. Allerdings gibt es auch noch weitere Produkte, die beim Muskelaufbau helfen können – zum Beispiel legale Steroide wie sie hier zu finden sind. Grundsätzlich sollte man also darauf achten, alle Aspekte zu optimieren, um Muskeln aufbauen zu können.

Kann EMS Sport ersetzen?

Nicht direkt. Damit die Elektromuskelstimulation auch wirklich effektiv Muskeln aufbaut, sollte man sich währenddessen sportlich betätigen. In einem professionellen Studio wird das Training stets begleitet, wobei der Trainer geeignete Übungen zeigt. Durch die aufgebauten Muskeln erhöht sich außerdem der Grundumsatz, was das Abnehmen erleichtert. Mithilfe von EMS kann man also auch schneller abnehmen.

Ausdauer und Koordination bei EMS?

Die Ausdauer und die Koordination werden bei einem Elektromuskelstimulations-Training nicht optimal trainiert. Allerdings ist das auch bei einem klassischen Krafttraining nicht wirklich der Fall, weshalb es nicht wirklich einen Nachteil von EMS darstellt. Wer zusätzlich seine Ausdauer verbessern möchte, sollte auf Sportarten wie Laufen oder Radfahren zurückgreifen.

Wer sollte auf ein EMS-Training verzichten?

Es gibt einige Krankheiten, die gegen ein Training mit EMS sprechen, weshalb man vor dem Training unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte – ansonsten kann es gefährlich werden. Ausschlusskriterien für die Elektromuskelstimulation sind zum Beispiel Herzschrittmacher, Implantate, Spastiken, Hautprobleme, Sensibilitätsstörungen (zum Beispiel aufgrund von Diabetes) und Epilepsie.

Zeit und Kalorienverbrauch

Ein Vorteil beim EMS-Training ist, dass man nicht wirklich lange trainieren muss – bereits 20 Minuten können ausreichen, wenn man ein- oder zweimal pro Woche trainiert. Daher eignet sich das Training vor allem für Menschen, die nicht viel Zeit haben, aber dennoch etwas für ihren Körper tun möchten. Was den Kalorienverbrauch betrifft, so ist dieser im Vergleich zu einem Training ohne Strom um ungefähr 17 Prozent höher.

Wichtig: Gute Beratung

Man sollte auf jeden Fall ein professionelles Studio für das Training aufsuchen und nicht allein daheim trainieren. Außerdem sollte man genügend trinken.

Foto: © TeamDaf@adobe.com

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