Mittwoch, Juni 29, 2022
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Wie wirkt sich Corona auf das Kundenverhalten aus?

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Das Kundenverhalten im Einzelhandel wurde durch die Corona-Pandemie in hohem Maße beeinflusst – die Folgen davon werden auch in Zukunft noch lange zu spüren sein.

Der Einzelhandel und die Beschäftigten in dieser Branche waren mit besonders großen Herausforderungen konfrontiert. So erhielten die Mitarbeiter beispielsweise Überbrückungshilfen im Einzelhandel, als die stationären Geschäfte aufgrund der Pandemie geschlossen wurden.

Welche Auswirkungen die Pandemie im Detail auf das Kundenverhalten im Einzelhandel hatte und welche Folgen dadurch zu erwarten sind, erklärt der folgende Artikel.

Große Vorteile für Einzelhändler mit Omnichannel-Ansatz

Ein Phänomen, welches sich in diesem Zusammenhang beobachten lässt, ist beispielsweise, dass die Umsätze im Einzelhandel aufgrund der Schließung der stationären Nonfood-Geschäfte zu dem Online-Handel und den stationären Food-Geschäften stattgefunden hat.

Darüber hinaus waren die meisten Deutschen in der Lage, ihr Einkommen während der Pandemie auf einem relativ stabilen Niveau zu halten, etwa dank des Kurzarbeitergeldes. So haben viele Menschen viel Geld gespart, wodurch in naher Zukunft ein nachholender Effekt im Kundenverhalten zu bemerken sein könnte.

Dennoch herrscht unter Experten noch Uneinigkeit, ob das Kundenverhalten in den Innenstädten in Deutschland gebremst wird, da die Menschen nun vermehrt von zuhause aus arbeiten. Im Zuge von Corona ist außerdem festzustellen gewesen, dass der Wachstum des Online-Handels für Einzelhändler, die einen Omnichannel-Ansatz vertreten, große Vorteile gebracht hat.

Mithilfe dieser Erkenntnisse könnte endlich der Weg dahin geebnet werden, dass die Digitalisierung im Einzelhandel weiter voranschreitet, sodass die Offline- und die Online-Welt optimal ineinandergreifen.

Sinkende Umsätze im Nonfood-Bereich, steigende Umsätze im FMCG-Einzelhandel

In den 27 Staaten der EU sind die Umsätze im Einzelhandel insgesamt im Vergleich zu dem Jahr 2019 leicht abgefallen. Allerdings lässt sich dabei ein großer Unterschied zwischen dem Nonfood-Bereich mit aperiodischen Waren und dem FMCG-Einzelhandel mit Konsumgütern feststellen.

Der FMCG-Einzelhandel hat vor allem durch die große Lebensmittel-Nachfrage in hohem Maße profitiert – die EU-Staaten konnten den Umsatz um 5,5 Prozent steigern. Da Kantinen und Restaurants über einen langen Zeitraum geschlossen waren und zahlreiche Menschen im Home-Office arbeiteten, hat sich der Konsum an Nahrungsmitteln in die heimischen vier Wände verlagert. Den größten Zuwachs an Umsätzen konnte dabei übrigens die Bundesrepublik verzeichnen – nämlich von ganzen 12,4 Prozent. In vielen Ländern Südeuropas stagnierten die Umsätze jedoch, was sich auf die ausbleibenden Touristen in vielen beliebten Urlaubsländern zurückführen lässt.

Im Einzelhandel des Nonfood-Bereichs hat der Lockdown dafür gesorgt, dass die Umsätze teils rapide gesunken sind. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsätze so im Jahr 2020 um drei Prozent zurück. Der Omnichannel-Ansatz hat jedoch bei vielen stationären Einzelhändlern dazu geführt, dass sie die Verluste über ihre Verkäufe im Internet ausgleichen konnten.

Kaum Möglichkeiten für den privaten Konsum

Im Rahmen der Lockdowns gab es für Verbraucher kaum eine Möglichkeit für den privaten Konsum – Restaurants waren geschlossen, Konzerte wurden abgesagt und Reisen konnten ebenfalls nicht angetreten werden. So ergab sich eine große Chance für die Verbraucher, ihr Geld zu sparen. Die Einkommen wurden außerdem durch staatliche Unterstützungen, etwa in Form von Kurzarbeitergeld, stabilisiert.

Der Anteil des Umsatzes im Einzelhandel im Bereich des privaten Konsums konnte so im Jahr 2020 einen starken Anstieg verzeichnen, sodass dieser bei 35,5 Prozent lag. Dadurch, dass viel Geld gespart wurde und Anschaffungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden, hofft der Einzelhandel nun, dass die Verbraucher in naher Zukunft wieder mehr Geld ausgeben.

Foto Von Teksomolika@adobe.com

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