Samstag, Januar 23, 2021
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Corona beschleunigt Digitalisierung

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Innerhalb der deutschen Wirtschaft hat die Corona-Virus-Pandemie die Digitalisierung maßgeblich vorangetrieben. Zur gleichen Zeit mussten viele Unternehmen allerdings auch anerkennen, dass bei ihren Digitalisierungsbemühungen noch starke Defizite zu erkennen sind. Diejenigen, die in Sachen Digitalisierung stark zurückliegen, mussten in vielen Fällen bereits Insolvenz anmelden.

So steigt die Gefahr, dass es zu einer fortschreitenden digitalen Spaltung der Wirtschaft in Deutschland kommt, da die Digitalisierungsanstrengungen nicht von allen Unternehmen gleichermaßen intensiviert beziehungsweise angegangen werden können. Wie sich die Corona-Pandemie auf die Digitalisierung in Deutschland im Detail ausgewirkt hat, zeigt der folgende Artikel anhand einer kürzlich durchgeführten Umfrage.

Krisenfest durch Digitalisierung

In einer Studie haben 84 Prozent der Unternehmen angegeben, dass die Digitalisierung durch die aktuelle Corona-Krise in den Fokus gerückt ist. Dabei sehen fast alle Befragten, nämlich 97 Prozent, dass für das eigene Unternehmen neue wichtige neue Chancen durch die Digitalisierung eröffnet werden.

Zu Beginn des Jahres gestaltete sich dieser Wert noch wesentlich niedriger. Darüber hinaus sind 70 Prozent der Studienteilnehmer der Meinung, dass Unternehmen, die bereits über digitalisierte Geschäftsmodelle verfügen, die Krise insgesamt besser meistern können und die Auswirkungen nicht so stark erleben, wie andere.

Selbstkritische Meinungen zur eigenen Digitalisierung

Dadurch, dass die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie eine verstärkte Aufmerksamkeit erhält, bewerten Unternehmen ihren eigenen Digitalisierungsstatus zunehmend kritisch.

Als Vorreiter im Bereich der Digitalisierung bezeichnet sich so lediglich jeder vierte Teilnehmer der Studie. 71 Prozent der Befragten geben zu, sich eher zu den Digitalisierungs-Nachzüglern zu zählen. Die Durchschnittsnote, die sich die Unternehmen für ihren eigenen Digitalisierungsfortschritt geben würden, liegt bei einem „befriedigend“.

Die Selbstkritik ist im Hinblick auf die Digitalisierung damit recht stark ausgeprägt. Wichtig ist, dass die Unternehmen deswegen nicht resignieren, sondern den Herausforderungen entgegentreten. 61 Prozent der befragten Unternehmen erwarten dennoch, dass die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie einen großen Fortschritt und Innovationsschub erfahren wird.

Konkrete Digitalisierungs-Maßnahmen

Die Maßnahmen, die Unternehmen nun zur Digitalisierung ergreifen, gestalten sich äußerst vielfältig. Sie betreffen hauptsächlich die Mitarbeiter, die Geschäftsprozesse und die Technologien.

Neue Software wurde im Rahmen der Corona-Krise von 75 Prozent der Unternehmen angeschafft, in neue Smartphones, Laptops oder andere Hardware wurde von 70 Prozent investiert. Der Ausbau eines Intranets beziehungsweise einer digitalen Infrastruktur, beispielsweise durch VPN-Zugänge, wurde von 58 Prozent der Studienteilnehmer bewältigt. Mit diesen Investitionen verfolgen sie das Ziel, ihre Unternehmensprozesse weiter zu digitalisieren.

In ganzen 81 Prozent der befragten Unternehmen werden statt persönlicher Treffen seit Beginn der Pandemie Videokonferenzen abgehalten. Auch digitale Kollaborationstools, wie Slack oder Microsoft Teams, gehören seit der Krise zum Alltag von knapp 80 Prozent der Befragten.

In 70 Prozent der Unternehmen wurde für die Mitarbeiter die Arbeit aus dem Home Office eingeführt, auf digitale Weiterbildungen setzen immerhin 43 Prozent. Die Digitalisierung betrifft bei mehr als 30 Prozent der Unternehmen auch das Recruiting. Die Einstellung von Digitalisierungsexperten haben neun Prozent der Befragten vorgenommen.

Grundsätzlich kann allerdings festgestellt werden, dass alle Unternehmen, die im Rahmen der Studie befragt wurden, mindestens eine Maßnahme implementiert haben, um die Digitalisierung in ihrem Geschäftsalltag voranzutreiben. Der Erfolg ist dabei abhängig von der Kombination aus Mitarbeiterqualifizierung, der Prozessdigitalisierung und der Einführung innovativer Technologien.

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