Freitag, Oktober 23, 2020
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So richtet man den idealen Gameserver ein

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Einer der überzeugendsten Vorteile eines PCs im Vergleich mit anderen Plattformen für das Gaming besteht bereits seit den Anfängen des Gamings in dedizierten oder privaten Spieleservern. So ist es nicht zwingend notwendig, sich auf die Multiplayer-Dienste der Herausgeber oder Entwickler zu verlassen, die häufig mit Problemen hinsichtlich der Leistung konfrontiert sind. Ein dedizierter Server sorgt bei kompatiblen Spielen für wesentlich mehr Kontrolle, Personalisierung und Stabilität als externe Server.

Die Art und Weise, wie entweder alleine oder mit Freunden gespielt werden kann, kann durch den eigenen Gameserver besser kontrolliert werden, egal, ob Fortress 2, Global Offensive, Counterstrike oder Minecraft. VoIP-Dienste, wie Teamspeak oder Mumble, können auf dem privaten Server ebenfalls gehostet werden.

Dedizierter Server – Die Vorteile

Für öffentliche Multiplayer-Server werden generell zwei Methoden genutzt, entweder P2P-Hosting oder Clientserver. Allerdings entsteht bei Clientservern der Nachteil, dass diese durch einen Primär-Host, beispielsweise den Konsolenhersteller, betrieben werden. Durch diesen wird die Verwaltung der Verbindungen der einzelnen Spieler vorgenommen. So sind die Möglichkeiten für individuelle Einstellungen äußerst begrenzt.

Durch P2P-Hosting wird es den Spielern erlaubt, als Host dynamisch zu fungieren und so die Verbindung von anderen Spielern zu ermöglichen. Dabei kommt es allerdings stark auf die Qualität der Verbindung des jeweiligen Hosts an. Wenn diese unzureichend ist, leidet auch bei allen Beteiligten das Spielerlebnis.

Die Leistung und die Stabilität ist bei dedizierten Gameservern für die entsprechenden Multiplayer-Spiele dagegen wesentlich höher. Das Spiel wird so mit einer geringeren Verzögerung der Eingabe und weniger Abbrüchen der Verbindung möglich. Falls der Server allerdings über keine hohe Up- und Downloadgeschwindigkeit verfügt, können auch bei dem dedizierten Server Probleme auftreten. Vernachlässigt werden kann dieses Thema allerdings bei einem LAN.

Die Server-Hardware

Auf dem vorherigen PC kann durch die Nutzung als dedizierter Server zusätzliche Einsatzzeit herausgeholt werden. Die Ressourcen des eigenen Gaming-Systems werden mit einem zusätzlichen Gameserver-PC gleichzeitig maßgeblich geschont. Auf beiden Systemen wird so eine höhere Stabilität erreicht.

Um die neusten Spiele auf einem dedizierten Server zu hosten, müssen natürlich die jeweiligen Hardwareanforderungen beachtet werden. Falls mehr als 64 Spieler an einem Multiplayer-Game teilnehmen, könnte allerdings durchaus auch eine höhere Leistung benötigt werden. Die Hardware wird umso stärker belastet, desto mehr Spieler auf den Server zugreifen. Die Hardwareanforderungen sind die folgenden:

  • Windows oder Linux 64 Bit
  • SSD, da mechanische Festplatten für den Server im Optimalfall nicht genutzt werden sollten, weil Probleme durch die niedrige Geschwindigkeit und die ständigen Lese- und Schreibprozesse auftreten können
  • 8GB RAM, besser sind 16 oder mehr
  • Intel® Quad-Core™ CPU, Taktfrequenz mindestens 2,5 GHz
  • Offenes Gehäuse des PCs

Steam–Einrichtung eines dedizierten Servers

Eine Vielzahl der beliebten PC-Spiele setzen bei ihrer Multiplayer-Architektur auf Steam. Der dedizierte Gameserver kann über diesen Service eingerichtet werden. Bevor mit der Einrichtung begonnen wird, sollte klar sein, ob das jeweilige Spiel durch Steam unterstützt wird.

Soll eine Verbunding über das Internet ermöglicht werden, ist es wahrscheinlich, dass die Router- und Netzwerkkonfigurationen angepasst werden müssen. Mit SteamCMD kann die Einrichtung eines dedizierten Servers erfolgen, ohne, dass der Steam-Client vollständig auf dem Server installiert werden muss. Allerdings muss die Steam-App-ID des jeweiligen Spiels für die Verwendung von SteamCMD bekannt sein.

Das Steam CMD-GUI-Werkzeug bietet eine besonders simple Möglichkeit, die Einrichtung des dedizierten Servers vorzunehmen. Es handelt sich dabei um ein wesentlich kompakteres Vorgehen, als Steam vollständig zu installieren und ist damit besonders empfehlenswert.

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