Freitag, September 17, 2021
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Photovoltaikanlage: Wann lohnt sie sich?

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Solarstrom für den Eigenbedarf kann mit einer hauseigenen Photovoltaikanlage produziert werden. Dennoch gibt es auch Fälle, in denen sich die Anbringung einer solchen Solarstrom-Anlage im Endeffekt nicht lohnt.

Hausbesitzer sollten demnach sorgfältig abwägen, ob eine Photovoltaikanlage zu kaufen oder zu mieten die richtige Entscheidung ist beziehungsweise wann sich eine Anschaffung überhaupt lohnt.

Geeignete Häuser für Photovoltaikanlagen

Sofern die statischen Voraussetzungen erfüllt werden, findet sich für jede Dach- und jede Gebäudeart die passende PV-Lösung. Die Montage der Photovoltaikanlage kann sowohl bei einem Flachdach als auch bei Dächern bis zu einer 45-Grad-Neigung vorgenommen werden.

Um jedoch auch einen guten Stromertrag zu realisieren, besteht die Voraussetzung in einem Dach, das möglichst frei von Verschattungen ist und idealerweise mit einer Neigung zwischen 20 bis 60 Grad nach Westen, Osten oder Süden ausgerichtet ist.

Soll bei einem Neubau bereits die nachträgliche Anbringung einer PV-Anlage vorbereitet werden, ist es sinnvoll, die Beratung eines PV-Fachbetriebes in Anspruch zu nehmen. Schon im Zuge des Hausbaus können dann mit einem nur geringen Aufwand die entsprechenden Leitungen und Anschlüsse gelegt werden.

Einspeisevergütung nutzen – Lohnt es sich?

Der Strom, der durch die PV-Anlage erzeugt wird, kann nicht nur im Rahmen des Eigenverbrauchs genutzt, sondern ebenfalls in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Für diese Stromeinspeisung erhalten die Besitzer der Photovoltaikanlage dann eine Vergütung.

Bis zu einer Nennleistung von 100 kW erhalten neue PV-Anlagen eine feste Einspeisevergütung von bis zu 11,11 Cent pro kWh für 20 Jahre – sollte es sich um eine kleine Dachanlage handeln. Es lohnt sich daher in den meisten Fällen mehr, den erzeugten Solarstrom eigenständig zu nutzen und diesen nicht dem öffentlichen Netz bereitzustellen.

Mit Photovoltaik heizen

Ihren selbst produzierten Strom möchten viele Photovoltaikanlagen-Besitzer vor allem für das Heizen verwenden. Um dies zu realisieren, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

So lässt sich der Solarstrom beispielsweise in Form von Antriebsenergie für eine Wärmepumpe nutzen. Daneben ist auch eine elektrische Direktheizung denkbar, die dann mit solarer Unterstützung arbeitet. Überschüssiger Solarstrom kann außerdem das Warmwasser im Speicher über einen Heizstab aufheizen. Mit dem hauseigenen Strom zu heizen, geht jedoch mit dem Nachteil einher, dass dieser kaum ausreicht, um den vollständigen Bedarf an Heizenergie abzudecken. 80 Prozent des Ertrages der Photovoltaikanlage wird schließlich im Sommer produziert – die Heizwärme wird jedoch zu 80 Prozent in den Wintermonaten benötigt. Das bedeutet, dass in der Heizperiode zusätzlicher Strom bezogen werden muss.

Essentiell: Die korrekte Größe der PV-Anlage

Wie groß die Photovoltaikanlage ausfällt, ist von dem Gesamtkonzept abhängig. Gezielt auf den Eigenverbrauch abstimmen lassen sich eher kleinere PV-Flächen. Allerdings bleibt für die Netzeinspeisung mehr Strom übrig, wenn die PV-Anlage großzügiger gestaltet wird. Jedoch gestaltet sich die Einspeisungsvergütung heutzutage kaum noch lohnenswert.

Durch die Branchenvereinigung Solar Cluster wird zwar dennoch die Empfehlung ausgesprochen, dass Photovoltaikanlagen immer so groß wie möglich ausfallen sollten, da immerhin ein Gewinn von einem bis drei Cent pro kWh durch die Stromeinspeisung erzielt werden kann – wird der Strom allerdings in Eigenregie verbraucht, ergibt sich ein hohes Einsparpotential hinsichtlich des Kaufs von herkömmlichem Netzstrom. Der Gewinn beträgt dann pro kWh rund 15 Cent.

Mindestens sollten die Photovoltaikanlagen für 20 Jahre in Betrieb sein, denn dies ist der Zeitraum, für den die Einspeisevergütung nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gewährt wird. Allerdings sind natürlich auch wesentlich längere Laufzeiten der PV-Anlage möglich.

Bild: © tl6781, stock.adobe.com

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