Sonntag, Mai 16, 2021
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Datenschutz: So schützt du dich auch bei Whattsapp

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Datenschutz oder Daten teilen? In Deutschland nutzen rund 70 Prozent der Menschen den Messenger-Dienst WhatsApp. Damit hat er die traditionelle SMS abgelöst. Allerdings kündigte der Messenger-Dienst vor kurzem ein Update an, welches die explizite Zustimmung der Nutzer erforderte, um WhatsApp weiterhin nutzen zu können.

Eine Regelung des neuen Updates verärgert die weltweiten Nutzer dabei besonders – ihre Daten werden zukünftig an den Mutterkonzern Facebook weitergeleitet. Diese Entwicklung wurde bereits befürchtet, als der Messenger-Dienst von Facebook aufgekauft wurde.

WhatsApp äußerte aktuell jedoch, dass die Nutzerdaten in Europa aufgrund der DSGVO nicht an Facebook weitergegeben werden. Dennoch ist es bekannt, dass Daten von dem Konzern für eigene Zwecke genutzt werden. Nutzer, die damit nicht einverstanden sind, haben wohl kaum eine andere Wahl, als die App zu löschen. Welche Punkte im Bundesdatenschutzgesetz im Detail enthalten sind, finden Interessierte hier.

Welche Einstellungen Nutzer vornehmen können, damit ihre persönlichen Daten besser geschützt sind, zeigt der folgende Artikel.

WhatsApp Datenschutz – So funktioniert es

Grundsätzlich sollten Nutzer darauf achten, mit welchen Personen sie welche Informationen teilen. In den Datenschutz-Einstellungen der App kann beispielsweise festgelegt werden, welche Nutzer den letzten Online-Status sehen können. Am restriktivsten ist die Einstellung „Niemand“. Darüber hinaus können in diesem Bereich auch die Sichtbarkeiten des Status, der Info und des Profilbildes eingestellt werden. Generell gilt dabei, dass die Daten umso unsicherer sind, desto mehr Nutzer die Informationen sehen können.

Ebenfalls ist es möglich, Lesebestätigungen aus- oder einzuschalten, wobei auch hier das Ausschalten die sicherere Wahl ist. Allerdings können die Nutzer dann auch nicht mehr sehen, ob ihre versendeten Nachrichten von dem Empfänger gelesen wurden. Zusätzlicher Schutz kann durch die Einrichtung einer Bildschirmsperre geboten werden – die App kann dann nur geöffnet werden, wenn Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder Passwort zur Entsperrung genutzt werden.

Cloud-Backups für Datenschutz problematisch

Die Nutzer können in den Einstellungen von WhatsApp ebenfalls festlegen, ob ihre Chats in einer Cloud, beispielsweise der von Google oder der Apple-Cloud, gespeichert werden. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp ist in diesem Fall allerdings nicht mehr wirksam. In die Cloud werden die Daten so unverschlüsselt übertragen, eine erneute Verschlüsselung findet erst danach statt.

Eine neue Funktion macht es möglich, dass Nachrichten aus den Chats nach sieben Tagen automatisch gelöscht werden. Dies muss bei jedem Chat einzeln eingestellt werden, indem die Funktion „Selbstlöschende Nachrichten“ aktiviert wird. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass der Empfänger die Nachrichten über Screenshots oder einen Export dennoch für sich speichern kann.

Sicherheitslücken durch regelmäßige Updates vermeiden

Es ist grundsätzlich sinnvoll, stets die aktuellste WhatsApp-Version zu nutzen. Mit den Updates geht nämlich in vielen Fällen auch die Behebung von Sicherheitslücken einher. Automatische Updates können in den Geräteeinstellungen des Smartphones aktiviert werden.

Ebenfalls ist es möglich, Informationen zu erhalten, wenn Kontakte ihre Rufnummer gewechselt oder die App neu installiert haben. Durch diese Aktivitäten wird nämlich die Verschlüsselung verändert. Durch eine entsprechende Information darüber wird das Risiko gesenkt, nicht zu bemerken, wenn Dritte unbefugt auf das WhatsApp-Konto eines Kontaktes zugreifen.

Über einen QR-Code ist es außerdem möglich, sicherzugehen, dass der Chat mit dem jeweiligen Empfänger tatsächlich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufweist. Der Code ist in der jeweiligen Kontaktinfo des Empfängers unter dem Bereich „Verschlüsselung“ zu finden. Bei einem persönlichen Treffen kann der QR-Code des anderen Handys dazu gescannt werden.

Foto: [Production Perig], stock.adobe.com

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